Der Wendepunkt kam durch einen Artikel über Matratzenbelastung und Schlafqualität. Was Sandra dort las, hatte ihr niemand gesagt – weder ihre Ärztin noch der Hersteller ihrer Matratze.
In rund 84 % aller Haushalte in industrialisierten Ländern finden Forscher nachweisbare Mengen an Milbenallergenen in Matratzen.
Die höchste Konzentration liegt nicht auf der Oberfläche – sondern tief im Inneren der Matratze, 10 bis 20 Zentimeter unter der Oberfläche.
Dort, wo kein Staubsauger, kein Reinigungsmittel und kein Luftreiniger hinkommt.
Jede Nacht verliert der Körper bis zu 1,5 Gramm Hautzellen. Diese sinken in die Matratze und werden zur Nahrungsquelle für Hausstaubmilben. In Kombination mit Körperwärme entsteht ein Biotop, das sich selbst erhält – unsichtbar, geruchlos, aber messbar in seinen Auswirkungen.
Das Entscheidende: Nicht die Milben selbst sind das Problem, sondern ihre Ausscheidungen.
Hausstaubmilben produzieren das 200- bis 300-Fache ihres Körpergewichts an Kot-Partikeln.
Diese zerfallen zu mikroskopisch feinen Partikeln – so klein und leicht, dass sie bei jeder Bewegung im Bett durch die durchlässige Schaumstruktur der Matratze nach oben wandern.
Jedes Umdrehen, jedes Einsinken mit dem Körpergewicht presst Luft durch das Material der Matratze und drückt die Partikel Schicht für Schicht an die Oberfläche.
Von dort gelangen sie in die Atemluft – direkt über dem Gesicht, in dem Bereich, in dem man jede Nacht 8 Stunden lang ein- und ausatmet.